Werden

Hier, wo die Herbstblätter in Herzen verweilen. Aufgetaute Hoffnungen zu frieren beginnen, erneut, schon wieder, nichts ist neu. Der Duft des heimischen Windes von erloschenen Schloten, aus Wäldertiefen, aus Häuserweiten, die Luft der heimischen Erinnerungen in den Lungen. Ruhrgebiet. Du atmest, erinnerst dich an das Geschenk eines Lebens, Nachmittagssonne, Herzschlagen und goldene Wolken über dir, bald in Flammen. Du ziehst die Schultern der Menschen hoch, alles ist egal, nein, alles ist bedeutsam, der Fortschritt, der Gleichschritt, der Aufenthalt im Hiersein, du kommst im Vergehen. Nachts die ferne Liebe vermissen. Der Rückweg zu dir ist lila, ist aschgrau und aus Stahl. Wir kehren im Winter in die Altstadt zurück. Wir tanzen das Leben auf deinen Dächern. Es ist sonnig, die Straßen voller Menschen. Der brennende Wind ergießt sich ins Getümmel und die Straßen führen überall vorbei nur nicht an einem zuhause. Vergiss die Menschen, die immer nur hassen. Häng deine Träume an die Türme der Luftschlösser wahrer Visionäre, wenn Blätter und Blumen auf die wilde Straße fallen, wird man sie erkennen. Erkenne dich! Immer wieder neu. Erkenne die Seele deiner Landschaft, sie breitet sich friedlich aus, alte Straßenwellen mit ernsten Worten auf der Herbstmondschwelle. Was raunt die Vergangenheit aus dem Sommerhoch? In welche Welt fliehen wir nach vorne? Wer rettet, was sich in einem Traumboot angefreundet hat? Nur Gefangene bewahren die Sonne im Herzen, Gerettete lassen los und strahlen selbst, wenn die Winterblätter wachsen, auch dir wieder wachsen im stetigen Frühling und wir werden, wir werden sehen.