Sehe ich dich wieder wieder wie die Tauben über Rom, wie die Wolken in Berlin oder im Vatikan den Petersdom. Gehen wir noch einmal in die große Welt zum Träumen raus, in die dunklen Gassen Londons oder zurück ins Pariser Haus. Auf die Karlsbrücke nach Prag und an die Mauern von Athen, wo wir Zuckerwatte kaufen; werden wir uns wiedersehen? Blicke ich nur noch nach vorne oder viel zu oft zurück? Kann ich dich noch vergessen oder macht es mich verrückt? Lass uns laufen, laufen laufen, bitte, bitte, ganz weit weg; irgendwo nach Lissabon, wo uns das Schicksal nicht entdeckt. Lass uns laufen laufen laufen, eher zurück anstatt nach vorn. Ja, ein Leben wieder leben, ganz so wie nochmal geborn. Nur noch einmal, nur ein bisschen, nur ein bisschen gehen wir, an die Amsterdamer Grachten und zurück zum Fiege Bier. Nur ein kleines bisschen Freiheit, in dieser Welt voll vieler Zwänge, voller Laufen, voller Hetzen, voller Rennen, voller Enge. Und vor allem voller Ängste, voller Zweifel, voller Lügen; lass mich doch nur an einem Tag mit dir die Welt betrügen…
Sehe ich dich wieder wieder unterm Himmel von Madrid, unter den Sternen von Helsinki, unter dem Mond von Reykjavik. Vielleicht treffen wir dann wieder wieder an unserem Strand auf diesen Mann, der mit rotweinschwerer Stimme uns die Sterne holen kann. Vielleicht küssen wir in Wien dann noch einmal den Asphaltboden, vielleicht würden wir uns schließlich in Brüssel doch verloben.
Es kann sein, nein, kann nicht sein, denn die Zeit wird weiter schweigen. Lass uns doch nie wieder nie in die getrennten Züge steigen. Das wäre alles und wird sich bloß als kalter Wunsch erweisen, denn wie ich seit heute weiß, können Züge wirklich entgleisen.