Sätze über die Ruhr

Zusammen auf der Ruhrwiese im Vormittagswind. Deine Haare auf meiner Schulter, Flussblick, Sonnenspiel auf unserer Haut und wir träumen den Tag. Vereinzelte Schiffe ziehen ihre Bahnen, das Versagen der Sorgen: Wir sind frei, hängen unsere Gedanken in den Wind und fühlen Freiheit, fast als wäre sie für immer. 

Dann rennst du ans Ufer und rufst Sätze über die Ruhr. Ich verstehe nichts, aber diese Freude über den Moment, renne hinterher. Gemeinsam schicken wir Sätze über das Wasser auf ihren Weg nach Westen, wo Rhein und Ruhr sich treffen, um miteinander zu fließen, bis ins endlose Meer. Wir schreien bis wir heiser sind, bis in die große Stille dieses Ortes und fallen rücklings ins Herbstgras, erschöpft von der Euphorie. Gemeinsam genießen wir die Welt im Vormittagswind; die Stille, die Freiheit und die Zukunft am Horizont, zu zweit tausend Atemzüge schön.