In der Laternenlichtpfütze stehend der abgeschiedenen Gasse lauschen, was sie flüstert, was sie treibt, hinter den bleigrauen Gitterzäunen der Einsamkeit. Der Wind ist verwirrt, verknäult in sich, Herbstlaub, Rot, Gold, Braun und Bronze auf den Pflastersteinen, und lange Wolkenschatten fesseln dich mit ihren traurigen Tauen aus Dunkelheit. Hier treiben sich die Dealer rum, stehen sich ihre Beine taub, Augen heiß und schwer, verlottert in einem Meer aus Taubendreck und dunkler Gesellschaft. Bitterböse Blicke gen Himmel. Hintereck, Kreuzgang, Parkstraße, wer vermisst hier jemanden, der Sonnenaufgänge vermisst?
Am Nachmittag lassen sie die violette Farbe der Familie los, die Gedanken, Wünsche, die Träume und Räume von Gemeinsamkeit und Ruhe. Ziehen in Richtung einer vergifteten Hoffnung, grammgenau geplant.
Endstation Seitenstraße, Beunruhigung in jedem, in jedem Menschenvergehen, in jedem lichtscheuen Winkel, den Zwischenräumen der Gesellschaft, ich lausche noch immer: Windige Wortfetzen wie Schwarzwolken, hauchzart, hart geflüstert, eher Schauen als Gesten, als Mimik, das reicht. Träume in Tüten und Geldscheine in die Hände in die Taschen. Wie aufspringende Klappmesser erheben sich Nackenhaare, mit Schweiß gemischt gleichen den Tautropfen in der Nacht, sie werden und werden größer und der Mond ist kalt, ist blutrot an meiner Seite und ich wende mich ab, verschwinde zum Licht, zum Leben, bevor hier Verweilen droht und erschlaffen; denn sie sehen schon, denn sie tuscheln schon, sie kommen schon, auf mich zu.